Weitere Zeugnisse der Drasenbecker Geschichte
Neben der Landwirtschaft spielte in Drasenbeck zeitweise auch die Verarbeitung von Eisen eine Rolle. Ein Schatzregister aus dem Jahr 1664 erwähnt einen durch Wasserkraft betriebenen Eisenhammer im Ort. Solche Hammerwerke nutzten die Kraft der Bäche, um schwere Hämmer anzutreiben, mit denen erhitztes Eisen bearbeitet und in Form gebracht wurde. Die Wasserkraft der „Kleinen Henne“ bot dabei die notwendige Voraussetzung für den Betrieb. Der Hammer verschwand nach 1870 – vermutlich im Zuge der Veränderungen, die die Industrialisierung mit sich brachte.

Foto: Wiethoff, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
Die alten Höfe Drasenbecks
Drasenbeck bestand nicht allein aus dem Schultenhof. Mehrere bäuerliche Anwesen prägten über Jahrhunderte das Leben im Ort und die Kulturlandschaft. Dazu gehört der Hof Wiethoff, eine der alten Hofstellen Drasenbecks.
Während der Schultenhof vor allem Verwaltungs- und Herrschaftsmittelpunkt war, standen Höfe wie Wiethoff für die tägliche landwirtschaftliche Arbeit der Bewohner und für die dauerhafte Besiedlung des Ortes.
Wer heute durch Drasenbeck fährt, erkennt, dass der Ort nicht wie ein klassisches geschlossenes Dorf angelegt ist. Vielmehr besteht er aus drei historisch gewachsenen Bereichen: dem Gutshof Schulte, dem Hof Wiethoff und dem ehemaligen Sägewerksbereich. Jeder dieser Orte steht für eine andere Seite der Drasenbecker Geschichte.
Drasenbeck bedeutet vermutlich „Bach des Thraso“
[1] Urkundenbuch zur Landes- und Rechtsgeschichte des Herzogthums Westfalen von Joh. Suibert Seibert
[2] Wüstung bei Remblinghausen
[3] Wüstung zwischen Drasenbeck und Siedlinghausen

