Heute führt der Weg viele Menschen aus den Niederlanden ins Winterberger Land. Doch sie kommen nicht auf der Suche nach Arbeit, sondern nach Erholung – in dieselbe Höhenlandschaft, aus der einst die Wanderhändler aufbrachen.

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Unten: Karte zu Lenneplätze
Holzwaren aus den Sauerländer Höhendörfern
Die Herstellung von Holzwaren hatte im oberen Sauerland eine lange Tradition. Bereits im 16. Jahrhundert wurden in der Gegend um Nordenau hölzerne Mollen und Schüsseln hergestellt und von Händlern weiterverkauft.
Im 19. Jahrhundert konzentrierte sich das Gewerbe besonders auf die Höhendörfer rund um den Kahlen Asten. Hergestellt wurden unter anderem Holzlöffel, Butter-, Salz- und Kaffeedosen, Butterstecher, Salzmörser, Seifentöpfe, Wurfschaufeln und Butterfässer. Den Verkauf übernahmen lange Zeit Sauerländer Wanderhändler. Ein wichtiges Absatzgebiet waren die Niederlande.
Ab etwa 1830 geriet das Gewerbe zunehmend unter Druck. Preiswerte Gegenstände aus Steingut, Emaille und Blech verdrängten viele traditionelle Holzwaren. Um die Mitte des Jahrhunderts verlor der Handel mit diesen Erzeugnissen zunehmend an Bedeutung. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstanden in Oberkirchen und Siedlinghausen moderne Holzwarenfabriken; den Vertrieb übernahmen nun verstärkt Großhandelsfirmen.

