In der Spätantike (ca. 300–500 n. Chr.) war das Sauerland eine dünn besiedelte Grenzregion zwischen verschiedenen germanischen Stammesgebieten. Es gehörte zwar nie dauerhaft zum Römischen Reich (ca. 50 v. Chr. bis 400 n. Chr.), stand jedoch unter starkem römischem Einfluss. Besonders begehrt waren die Erzvorkommen der Region – vor allem das Blei aus dem Raum Brilon, das bis in den Mittelmeerraum gehandelt wurde.
Ein herausragender Fund dieser Zeit ist das Römerlager Kneblinghausen. Es entstand vermutlich zur Zeit des Kaisers Augustus, also um die Zeitenwende, und diente als militärischer Stützpunkt zur Sicherung der römischen Feldzüge nach Germanien. Nach der Niederlage in der Varusschlacht gaben die Römer ihre Eroberungspläne östlich des Rheins jedoch endgültig auf.
Die germanischen Gruppen der Region lebten in kleinen Höfen und Dörfern, überwiegend Brukterer und Sugambrer. Sie betrieben Landwirtschaft, hielten Vieh und nutzten die ausgedehnten Wälder zur Jagd.
Übergang zum Mittelalter
Zwischen dem 5. und 7. Jahrhundert veränderte sich das Sauerland grundlegend:
- Die Römer verschwanden als politische Macht.
- Fränkische Einflüsse gewannen an Bedeutung.
- Ab dem 7. Jahrhundert breiteten sich die Sachsen weiter aus und besiedelten große Teile des Sauerlandes.
Diese Entwicklungen markierten den Übergang vom Ende der Spätantike in das Frühmittelalter.

