Text: Sabina Butz
Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung

Der Name Arpe geht vermutlich auf einen keltischen Ursprung zurück und bedeutet „wasserreiches Tal“. Mehrere Bäche – Arpe, Mühlenbach, Heimke und weitere kleine Zuflüsse – treffen in diesem etwa 6 km nordwestlich von Schmallenberg gelegenen Ort aufeinander. Der Fund eines Feuersteinbeils aus der Jungsteinzeit (10.000 bis 2200 v. Chr.) weist auf eine sehr frühe Besiedlung dieses günstigen Siedlungsplatzes hin. Arpe entwickelte sich – wie viele Sauerländer Dörfer – vermutlich aus einem kleinen Hofverband zu einem kompakten Haufendorf.

Belegt ist, dass ein Conrad Hasenporten im Jahr 1348 einen Teil seines Zehntens in Adorpe verkaufte. 1543 gab es in Arpe zehn Schatzungspflichtige; diese Zahl dürfte den damals bestehenden Höfen oder Häusern entsprechen.

Im 17. Jahrhundert wurde vermutlich eine kleine Kapelle – die heutige St.-Antonius-Kirche im Renaissancestil – erbaut. Sie wurde mehrfach erweitert und erneuert und 2015 aufwändig restauriert. Die Ausstattung ist im Vergleich zu anderen Kirchen dezent, eher wie eine typische Sauerland-Kapelle: authentisch, unprätentiös, aber ausgesprochen liebenswert.

Foto: Stefan Didam – Schmallenberg, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

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