Ein Dorf des Neubeginns
Die Geschichte Rixens ist geprägt von Verwüstung und Neubeginn. Mindestens zweimal wurde der Ort verlassen, zweimal kehrten Menschen zurück und bauten ihre Heimat wieder auf. Die Bewohner des Jahres 1728 sind deshalb weit mehr als Namen in einem alten Steuerverzeichnis. Sie stehen für den erneuten Aufbruch eines kleinen Dorfes, das sich nach Krieg und Zerstörung seinen Platz in der Landschaft des Hochsauerlandes zurückeroberte.
„…da dieses jedoch nicht mehr vorhanden war.“
Mit diesen wenigen Worten beschreibt Notar Brandenburg den Verlust des ursprünglichen Schatzungsverzeichnisses von Rixen. Vielleicht ist gerade deshalb sein Bericht heute so wertvoll. Er erzählt nicht nur von Steuern und Hofstellen, sondern von Menschen, die ihr Dorf bereits zum zweiten Mal neu aufgebaut hatten.
Und so finden Sie Rixen:
Infokasten
Die Ursprünge Rixens reichen vermutlich bis ins 12./13. Jahrhundert zurück. Erstmals erscheint der Ortsname 1282 mit Hermannus de Richwardinchusen in einer Geseker Urkunde, dessen Herkunft sehr wahrscheinlich Rixen war. Früheste sichere Nennungen stammen aus den Bredelarer Urkunden von 1313 und 1347, in denen Rixen (Richwardeshusen) gemeinsam mit Brilon erscheint. 1347 wird zudem Tilmann von Richwardeshusen als Richter in Brilon genannt – ein Hinweis auf eine sozial angesehene Hofbesitzerfamilie.
Der Name ist von Ritwardinchusen („bei den Häusern des Ritward bzw. Rikward“) abgeleitet.
Quellen
www.landesarchiv-nrw.de
www.feuerwehr-rixen.de
[1] Lt. Schatzungsregister von 1563: „Der Apenman, Heinrich Pungell und Hanns Schroeder; zwei Familien werden als arm bezeichnet und unterlagen keiner Steuerpflicht : Wilhelm Bröckelmann und der Delbrugger)
[2] Johann Henrich Elias, Johan Friederich Niggeman, Witwe des Joes Noermann, Berendt Stracke, Caspar Mündelein, Witwe des Tiggesen Schlüter , Johann Jürgen Bonninghausen, Johann Friedrich Öberweller, Diederich Schlüter, Jürgen Wiese

