Blick vom Kriegerweg auf Saalhausen beim Schmallenberg
Text: Christel Zidi
Der Kriegerweg ist einer der alten überregionalen Fernwege, die bereits im Mittelalter genutzt wurden und vermutlich noch ältere Wurzeln haben. Trotz des martialischen Namens war der Kriegerweg ursprünglich kein Heerweg für Soldaten allein. „Krieger“ ist vermutlich eine spätere volkstümliche Bezeichnung. Der Weg diente vor allem dem Handel, der Verbindung von Klöstern und Höfen und gelegentlich auch militärischen Truppenbewegungen.
Charakteristisch ist seine Höhenlage: Der Weg lief möglichst auf Kämmen und trockenen Höhenzügen, um morastige Täler und die Gefahr von Überfällen zu meiden. Daher führte er meist an Siedlungen vorbei, nicht direkt durch sie hindurch.
Von Siegen kommend zog sich der sogenannte Kriegerweg über Hilchenbach, Brachthausen, das Tal der Hundem, Würdinghausen sowie Totenohl und Gleierbrück durch das Gleietal hinauf nach Bracht, wo er auf die alte Heidenstraße traf. Auf dieser Route lagen auch Saalhausen, Oberlandenbeck und Lochtrop. Ein winziges Dorf nur, aber es gab dem Lochtroper Gau seinen Namen – einem Gebiet, das die Urpfarreien Wormbach und Velmede umfasste und in etwa von Ruhr und Lenne begrenzt wurde.

