Im 19. Jahrhundert hinterließ die Industrialisierung deutliche Spuren. Viele Bewohner suchten Arbeit in den aufstrebenden Industriezentren, wodurch die Einwohnerzahl zeitweise zurückging. Dennoch blieb Hildfeld trotz dieser Veränderungen lange landwirtschaftlich geprägt.

Eine Besonderheit war der Flachsanbau mit der dazugehörigen Leinenverarbeitung: Kaum ein Haus kam ohne Spinnrad oder Webstuhl aus. Die Leinenherstellung gehörte zum Alltag vieler Familien und bildete die Grundlage für den Handel, der den Ruf der Hildfelder als fleißige und unternehmerisch denkende Menschen weit über die Region hinaus festigte.

Der Zusammenhalt der Hildfelder zeigt sich auch 1959, als  ein neuer Kirchenbau errichtet wurde – zu großen Teilen in Eigenleistung. Das Gotteshaus trägt den Titel Mariä Heimsuchung. Es beherbergt einen spätbarocken Hochaltar aus dem ehemaligen Kloster Glindfeld, der der Werkstatt Johann Leonhard Falters aus Schmallenberg zugeschrieben wird. Eine wertvolle Strahlenkranzmadonna findet sich an der Orgelempore.
Die alte Marienkapelle wurde in den 1970er Jahren abgerissen.

In den 1980er-Jahren beteiligte sich Hildfeld am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ und wurde 1987 Landesgolddorf.  Dabei wurden besonders das Ortsbild, die Pflege der Kulturlandschaft und das Engagement der Dorfgemeinschaft bewertet. Allein, wenn man sich den letzten Punkt über die Jahrhunderte betrachtet, fügt sich diese Auszeichnung in das ein, was Hildfeld über Generationen geprägt hat.

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