Ida von Arnsberg

Fünf Jahre verbachte Ida im Prämonstratenser Kloster. Als ihr Ehemann Gottfried, der inzwischen in strenger Askese lebte und sich große körperliche Entbehrungen auferlegte, starb (1127), verließ sie umgehend das Kloster und trat aus dem Orden der Prämonstratenser aus. Sie war jetzt die einzige Erbin der mächtigen Grafschaft Arnsberg und fühlte sich verpflichtet, die gräfliche Linie und den riesigen Besitz zu sichern. Dazu kehrte sie zunächst in das weltliche Leben zurück. 1128 heiratete sie den niederländischen Edelherren Gottfried von Cuyk und begründete die neue Linie der Grafen von Arnsberg-Cuyk. Aus dieser Ehe gingen mehrere Kinder hervor, unter anderen:  Graf Heinrich I. von Arnsberg, und eine Tochter Jutta, Äbtissin des Stifts Herford.

Die Grafen von Arnsberg-Cuyk regierten die Region bis zum Verkauf der Grafschaft an das Erzbistum Köln (1368).

Durch ihre zweite Ehe rettete Ida so den Fortbestand der Arnsberger Grafen. Damit nimmt sie eine historische Schlüsselrolle als Bewahrerin der Grafschaft Arnsberg in Westfalen ein.

Sie nahm ihre Verpflichtung gegenüber der Grafschaft und vor allem gegenüber dem väterlichen Wunsch und Anspruch nach ererbter Kontinuität und Machtvergrößerung nicht nur ernst, sondern ordnete sich ganz diesen Zielen unter.

Im heutigen Sinne war sich sicherlich keine „emanzipierte Frau“, aber sie war mutig, tatkräftig und immer zielorientiert.

  1. Norbert von Xanten gründete 1120 den Prämonstratenser Orden . Im Gegensatz zu reinen Mönchsorden handelt es sich um einen Orden regulierter Chorherren, die nach der Augustinusregel leben. Das gemeinsame Ordensleben ist eng mit der praktischen Seelsorge in den Gemeinden verbunden.

Quellen:
https://www.manfred-hiebl.de/genealogie-mittelalter
Harm Klueting (Hrsg.): Das Herzogtum Westfalen. Band 1
Knut Görich (Hrsg.): Cappenberg. Der Kopf, das Kloster und seine Stifter.
Ludger Horstkötter: Die Prämonstratenser in Westfalen. In: Magdalena Padberg (Hrsg.): Kloster Oelinghausen. Arnsberg 1986.

Seiten: 1 2

HeBuZi ist ein rein ehrenamtliches Projekt.

Seit Dezember 2025 recherchieren wir in unserer Freizeit die Geschichte des Sauerlands und veröffentlichen unsere Beiträge kostenlos und ohne Werbung.

Damit wir Hosting, Literatur, Domains und den weiteren Ausbau der Website finanzieren können, freuen wir uns über jede freiwillige Unterstützung – ganz gleich in welcher Höhe.

Vielen Dank, dass Sie helfen, regionale Geschichte lebendig zu halten.

Und so geht´s →