Beispielhafte Einträge
884 findet sich ein Eintrag über den zehnjährigen Franz Pieper, der nachts um drei Uhr fünf Stück Altvieh in einer Schonung weidete. Ein Kind in einer Nachtschicht bei einer körperlich anspruchsvollen Tätigkeit – Kinderarbeit war damals weit verbreitet, bedingt durch Kinderreichtum und wirtschaftliche Not. Der Eintrag richtete sich jedoch ausschließlich gegen die widerrechtliche Weidenutzung, nicht gegen die Kinderarbeit.
Die Sorpetaler Bauern galten als besonders aufsässig: Sie schickten den Gemeindekuhhirten mit einer Herde Rindvieh in verbotene Distrikte, ließen über hundert Schafe hirtenlos in eine Schonung laufen, zerstörten Pflanzungen und ärgerten den Förster auf jede erdenkliche Weise. 1826 wurden vier Obersorper Bauern gerügt, denen insgesamt fünfzig Vergehen zur Last gelegt wurden.

75 Gänse belasten die Witwe Wilmes
1838 findet sich ein Eintrag über die Witwe Wilmes, die fünfundsiebzig Gänse in einer verbotenen Buchenschonung weiden ließ. Die Gänse wurden der Witwe ins Haus getrieben, sodass sie überführt werden konnte. Auch hier dürfte existenzielle Not der Grund für den Waldfrevel gewesen sein.
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