Text: Sabina Butz
Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung
Am Fuße des Rothaargebirges im Sauerland liegt die Hansestadt Medebach mit rund 8.000 Einwohnern. Besiedelt wurde das Gebiet vermutlich bereits in der jüngeren Eisenzeit (ca. 450 v. Chr. bis zum Beginn unserer Zeitrechnung). Medebach war früh eine bedeutende Hansestadt, die im Laufe ihrer Geschichte mehrfach von verheerenden Feuersbrünsten heimgesucht wurde.
Zu den größten zählen: 1634, während des Dreißigjährigen Krieges, brannten hessische Truppen die Stadt vollständig nieder, wobei die Bevölkerung verschont blieb . Dabei wurden 260 Wohnhäuser sowie das Rathaus mitsamt der Schule zerstört.
Im Mai 1844 löste ein Hochzeitsschießen einen weiteren Stadtbrand aus, dem große Teile der Stadt zum Opfer fielen. Weitere Feuersbrünste waren nicht selten, besonders im 17. Jahrhundert.
Doch nicht nur Kriege und Naturkatastrophen führten zu solchen Zerstörungen. Auch die offenen Feuerstellen im Haus – als Lichtquelle, zum Heizen, Kochen und Backen – stellten ein erhebliches Risiko dar. Die eng stehenden Fachwerkhäuser begünstigten zudem ein rasches Übergreifen der Flammen.
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