Bedeutende Cansteiner

Raban Freiherr von Canstein (1617–1680) gilt als einer der bedeutendsten Staatsmänner Brandenburgs. Im 17. Jahrhundert stand er im Dienst des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm. Er bekleidete höchste Verwaltungs- und Finanzämter, darunter Geheimer Rat, Präsident des Geheimen Rates und Hofkammerpräsident, und übernahm wichtige diplomatische Aufgaben. Sein Wirken trug wesentlich zur Festigung des brandenburgischen Staates bei.

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Sein Sohn Carl Hildebrand von Canstein (1667–1719) wirkte später überwiegend in Halle an der Saale. Dort gründete er 1710 die Cansteinsche Bibelanstalt, die erste Bibelgesellschaft der Welt. Durch kostengünstige Bibeldrucke machte er den Namen Canstein weit über die Region hinaus bekannt und leistete einen nachhaltigen Beitrag zur religiösen Bildung.
Vor dieser Zeit, also etwa von 1706 bis 1710, war er in Canstein besonders aktiv und ließ dort eine Salpetersiederei, eine Pottaschen- und eine Branntweinbrennerei anlegen.
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Franz Wilhelm von Spiegel, geboren 1752 in Canstein, war Kammerpräsident des geistlichen Kurfürstentums Köln und sehr darauf bedacht, die Bildung des Volkes in religiöser und geistiger Beziehung zu heben. Er gründete 1802 eine Schule für Kinder der Dörfer mit Unterricht in Lesen, Schreiben, Rechnen, Religion und Handarbeiten.

Machahn 19:15, 1 July 2006 (UTC), Public domain, via Wikimedia Commons

Sein jüngerer Bruder Ferdinand August, geboren 1764 in Canstein, war Erzbischof von Köln sowie Stifter und Bauherr der im Jahre 1837 eingeweihten Cansteiner St.-Laurentius-Kapelle.

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