Briloner Pfeifen für Lehrer, Pastoren und Förster
Wie erfolgreich die Briloner Pfeifen waren, zeigte sich noch viele Jahrzehnte später. Als Theodor Tochtropt 1981 über die Firma Lüke berichtete, befanden sich im ehemaligen Handelsgeschäft am Steinweg noch Tausende Bestellkarten und Dankschreiben.
Zu den Kunden zählten vor allem Lehrer, Geistliche und Förster. Bestellungen gingen aus ganz Deutschland ein, darunter aus Mecklenburg und Ostpreußen, aber auch aus dem benachbarten Ausland. Nicht selten wurden gleich sechs Pfeifen auf einmal bestellt.
Dass die langen Briloner Pfeifen auch bei jungen Leuten begehrt waren, belegt eine Erinnerung des späteren Geistlichen Johannes Schäfers. Er besuchte ab 1879 das Gymnasium Theodorianum in Paderborn. Über die Schüler der oberen Klassen schrieb er: „Als Untersekundaner durften wir rauchen; die wichtigste Sorge eines Untersekundaners war natürlich die Beschaffung einer langen Briloner Pfeife!“

Dass die langen Briloner Pfeifen auch bei jungen Leuten begehrt waren, belegt eine Erinnerung des späteren Geistlichen Johannes Schäfers. Er besuchte ab 1879 das Gymnasium Theodorianum in Paderborn. Über die Schüler der oberen Klassen schrieb er: „Als Untersekundaner durften wir rauchen; die wichtigste Sorge eines Untersekundaners war natürlich die Beschaffung einer langen Briloner Pfeife!“
Auch der Dichter Augustin Wibbelt aus dem Münsterland gehörte zu den Liebhabern. Er soll wiederholt sieben Pfeifen auf einmal bestellt haben, deren Köpfe mit den sieben Wochentagen beschriftet waren. So besaß gewissermaßen jeder Tag seine eigene Pfeife.
Eine weitere Geschichte ist aus Paderborn überliefert. Der aus Winterberg stammende Priester und Redakteur Joseph Rebbert1 erhielt nach einer zeitgenössischen Erinnerung für jeweils 1.000 neue Bezieher des Sonntagsblattes „Leo“ eine Briloner Pfeife geschenkt. Auf diese Weise soll seine Sammlung auf 60 bis 70 Exemplare angewachsen sein.

