Die Pfeifenfabrik Lüke am Steinweg

Zu den bekanntesten Herstellern gehörte der Kaufmann und Drechslermeister Albert Lüke. Am 1. April 1882 gab er die Eröffnung seines Drechslergeschäfts bekannt. Sein Ziel war es, besonders hochwertige Briloner Pfeifen herzustellen und damit an den bereits bestehenden guten Ruf dieser Erzeugnisse anzuknüpfen. Allerdings war er nicht der einzige Hersteller. Auch die Briloner Pfeifenfabrik Kleinsorge ist durch historische Quellen belegt.

Lükes Betrieb befand sich am Steinweg in Brilon. Zeitweise beschäftigte er dort fünf Gesellen und zwei Lehrlinge, für ein handwerklich geprägtes Unternehmen eine beachtliche Größe.

Pfeifenrohre von mehr als einem Meter Länge

Die Spezialität der Firma Lüke waren die langen Briloner Pfeifen. Ihre Rohre konnten eine Länge von bis zu 1,25 Metern erreichen.

Rauchpause mit Langpfeife auf dem Plumpsklo

Foto: Siepmann, Rudolf Copyright
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Als bevorzugtes Material diente Maßholderholz, eine andere Bezeichnung für Feldahorn. Lüke bezog es überwiegend aus der Gegend von Büren. Daneben verarbeitete er Pflaumenholz, Zedernholz und ungarisches Weichselkirschholz.

Am einen Ende befand sich der meist aus Porzellan gefertigte Pfeifenkopf mit einem sogenannten Abguss, der Feuchtigkeit und Rückstände auffing. Am anderen Ende saß das Mundstück aus Horn, das über ein kurzes biegsames Schlauchstück mit dem langen Holzrohr verbunden war.

Die Herstellung solcher Pfeifen verlangte beträchtliches handwerkliches Geschick. Vor allem eine gleichmäßige und ausreichend weite Bohrung der langen Holzrohre war entscheidend für einen guten Rauchzug.

Zum Sortiment gehörten neben den langen Pfeifen auch kürzere Jagd- und Marschpfeifen, leichte Teepfeifen sowie Maserpfeifen, deren Köpfe aus dekorativ gemasertem Holz gefertigt und feuerfest lackiert waren. Eine besondere Variante waren die sogenannten Lokomotivführer-Pfeifen. Sie waren so konstruiert, dass man das Rohr beim Rauchen unter den Arm klemmen konnte.

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