Foto: Sammlung Claudia Pape

Der Brand von 1758
1758 brannte das Stamm- und Wohnhaus des Fresenhofes nieder. Einer mündlichen Überlieferung zufolge soll ein rachedurstiger Köhler den Brand gelegt haben. Zum Glück lag der Hof etwas abseits der übrigen Häuser, sodass sich das Feuer nicht auf den Ort ausbreitete. Auf dem Fresenhof überstand nur der Speicher aus dem Jahre 1708 den Brand. Dieser bot Johann Frese und seiner Frau Maria mit ihren fünf Kindern und dem Gesinde Unterkunft, bis das Wohnhaus in zehnjähriger Bauzeit neu errichtet war. Spuren dieser kurzzeitigen Nutzung sind noch immer in einem Bereich erkennbar, in dem das Holz dunkler gefärbt ist.

Neubau des Haupthauses
Am 24. Oktober 1768 konnte der älteste Sohn Johannes das heutige Haupthaus beziehen. Drei Wochen zuvor hatte er Gertrud Figgen aus der Mühle in Titmaringhausen geheiratet. Die Erinnerung an das verheerende Feuer noch im Gedächtnis, ließ das Ehepaar nicht nur seine Namen in einen mächtigen Eichenbalken über dem Hauseingang einschnitzen, sondern bat auch die Heilige Agatha um Schutz für das Haus.

Ein alter Grundriss belegt, dass das Haus über umfangreiche Pferdeställe, eine Futterbühne sowie einen Fohlenstall verfügte. Vor einer massiven Trennwand befand sich der große offene Kamin mit Schwenkarm. Bemerkenswert modern war auch ein Brunnen innerhalb der großen Tenne, sodass das Wasser nicht mehr von draußen hereingeholt werden musste.

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