Das Haus Blessenohl

Haus Blessenohl
Foto: Stefan Didam – Schmallenberg, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

An der Landesstraße 541, zwei Kilometer nördlich von Eslohe-Wenholthausen gelegen, befindet sich das Gut Blessenohl heute in Privatbesitz. 1525 wurde der Hof Blessenohl erstmals urkundlich erwähnt. Nach mehreren Besitzerwechseln wurde der Hof im späten 18. Jahrhundert zu einem Rittergut umgebaut. 1817 kaufte Caspar von Wrede aus Amecke das Gut. Er war mit Marie Antoinette von Fürstenberg verheiratet; die Ehe wurde geschieden, und der Freiherr wurde 1832 ermordet.

Caspar von Wrede hatte das Gut Blessenohl aus dem väterlichen und mütterlichen Erbe finanziert. Wirtschaftlich war er zwar unabhängig, jedoch nicht wirklich vermögend. Bis 1825, also zum Zeitpunkt der Geburt des Findelkindes, wissen wir wenig über ihn. Danach gibt es mehrere, zum Teil nicht enträtselte Begebenheiten: Seine Frau verließ ihn 1825 mitsamt ihren vier Kindern und kehrte in ihr Elternhaus zurück. Ihr Vater, Friedrich Leopold Freiherr von Fürstenberg, hatte bis dahin einen sehr guten Kontakt zu seinem Schwiegersohn. Das änderte sich schlagartig, wie zahlreiche Briefwechsel belegen2. Das Verhältnis war schließlich vollständig zerrüttet und brach gänzlich ab.


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