Trotz dieser Expansion blieb der wirtschaftliche Erfolg aus. Der Betrieb war von wiederkehrenden Wassereinbrüchen, kurzen Abbauphasen und hohen Zubußen geprägt. Absatzschwierigkeiten und die Konkurrenz durch günstigeres Importkupfer verschärften die Lage zusätzlich. Philipp Rabans Unternehmensstil blieb stark gutsherrlich geprägt: Eine klare Trennung zwischen privaten, landwirtschaftlichen und bergbaulichen Finanzen bestand nicht. Erwirtschaftete Mittel flossen überwiegend in Repräsentation und Lebensführung, nicht jedoch in technische Innovation oder nachhaltige Modernisierung. Die Folge war eine dauerhafte Verschuldung.

Nach 1753 setzte der Zerfall des Bergwerksbesitzes ein. Mit dem Tod Philipp Rabans im Jahr 1754 verloren die Unternehmungen ihre treibende Kraft. Seine Erben führten den defizitären Bergbau nicht weiter und veräußerten die letzten verbliebenen Werke 1767. Damit endete die bergbauliche Tätigkeit der Familie von Canstein endgültig.

Und hier finden Sie Canstein:

Quelle: www.lwl.org westfälische Geschichte
Foto: Teta, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

*   Der Pietismus war eine religiöse Erneuerungsbewegung innerhalb des Protestantismus.
**  Muten = die Genehmigung zum Abbau beantragen

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