Von Feuereimern, Pflichtwehren und den ersten Freiwilligen Feuerwehren im Sauerland

Als Löschen noch Bürgerpflicht war

Das Geburtsjahr der Freiwilligen Feuerwehren

Das Jahr 1879 kann als Geburtsjahr der Freiwilligen Feuerwehren im Sauerland gelten. In diesem Jahr entstanden unter anderem Wehren in Arnsberg, Brilon, Fredeburg und Bigge. Neheim folgte 1881, Meschede 1884.

Das Interesse war groß. Allein in Arnsberg meldeten sich 120 Männer für die neue Feuerwehr. Die Mitglieder mussten regelmäßig üben und sich für ihre Aufgaben besonders ausbilden lassen.

Die Freiwilligen Feuerwehren lösten die Pflichtwehren allerdings nicht überall sofort ab. Wo noch keine Freiwillige Feuerwehr bestand, blieben die männlichen Einwohner zwischen 18 und 50 Jahren weiterhin zum Dienst in der Pflichtfeuerwehr verpflichtet.

Freiwillige Feuerwehr Brilon
Aus allen Kreisen der Bevölkerung hatten sich auch in Brilon Leute eingefunden hatten, die der neu gegründeten freiwilligen Feuerwehr als aktive Mitglieder beitraten. Unter anderem waren dies: Maurer Johann Siebertz, Stadtsekretär a.D. Fritz Hüser und Maurermeister Heinrich Weber
(Foto: Freiwillige Feuerwehr Brilon)

Der Weg zur modernen Feuerwehr

Die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts standen im Zeichen des technischen und organisatorischen Ausbaus. Feuerwehrverbände verbesserten die Zusammenarbeit, vereinheitlichten Ausbildung und Organisation und förderten die technische Entwicklung.

Damit hatte sich die Brandbekämpfung grundlegend verändert. Aus einer allgemeinen Bürgerpflicht war Schritt für Schritt ein organisierter, ausgebildeter und technisch immer besser ausgestatteter Feuerwehrdienst geworden.

Quelle: „Sauerland“ 2/1979: Aus der Geschichte der sauerländischen Feuerwehren von Theodor Tochtrop

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