Text: Christel Zidi
Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung
Wer heute sagt, er fahre „über den Rimberg“, meint die kurvenreiche Strecke über die Höhe – bergauf durch die engen, fast serpentinenartigen Kurven und auf der anderen Seite wieder hinunter – die L 776 von Bad Fredeburg in Richtung Bödefeld. Der Rimberg ist damit bis heute nicht nur ein Ort, sondern auch eine Wegmarke. Bevor die Straße ausgebaut wurde, war der Weg über die Höhe recht beschwerlich.
Noch um die Mitte des 19. Jahrhunderts bot die Höhe ein völlig anderes Bild als heute. Weite Flächen waren von Heide geprägt, von einer Ansiedlung konnte noch keine Rede sein. Wie die Flächen damals genutzt wurden, ist bislang kaum dokumentiert. Ob sich hier zeitweise etwa Köhler aufhielten, ist nicht bekannt.
Doch der Name „Rimberg“ war längst bekannt. Schon 1729 taucht er in einem Fredeburger Grundstücksgeschäft[1] auf. Mehr als ein Jahrhundert sollte noch vergehen, bis auf der abgelegenen Höhe der erste bekannte Hof entstand.
Der Pionier Johann Konrad Droste
Erst 1860 entstand auf dem Rimberg der erste bekannte Hof. Errichtet wurde er von Johann Konrad Droste, der 1819 in Osterwald geboren worden war und mit Maria Catharina Schmidt aus Huxel zehn Kinder hatte.
Noch im Jahr des Hofbaus kam dort Tochter Maria Elisabeth zur Welt. Sie wurde am 10. Dezember 1860 geboren und zwei Tage später getauft. Im Bödefelder Kirchenbuch ist als Ort ausdrücklich „Rimberg“ vermerkt. Maria Elisabeth gehört damit zu den frühesten nachweisbaren Kindern, die in Rimberg geboren wurden.
Konrad Droste betrieb jedoch nicht nur Landwirtschaft. Spätestens 1866 war er hier auch als Wirt tätig. Als in diesem Jahr sein kleiner Sohn Joseph starb, bezeichnete ihn das Bödefelder Kirchenbuch ausdrücklich als „Wirth auf dem Rimberge bei Osterwald“.

Die Wahl eines Gasthofs an einem so einsamen Ort mag zunächst überraschen. Doch wer die beschwerlichen Wege über die Höhe zu Fuß, zu Pferd oder mit einem Fuhrwerk zurücklegen musste, konnte eine Möglichkeit zur Rast gut gebrauchen. Auf dem Rimberg fand sich nun ein Ort zum Ausruhen und Einkehren.
Foto ganz oben: Martin Lindner, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

