Text: Sabina Butz
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Beitrag mit erzählerischen Ergänzungen
Arnold Basse, geboren 1860 in Lathen bei Lingen, wurde 1890 als königlich‑preußischer Gendarmerie‑Wachtmeister von Anröchte nach Medebach versetzt. Seine Dienstwohnung befand sich in der evangelischen Schule am Prozessionsweg, wo er 1896 unerwartet verstarb. Er hinterließ seine Ehefrau Gesine mit sieben Kindern.
Als militärisch organisierter Polizeibeamter im Rang eines Unteroffiziers sorgte Basse für Sicherheit und Ordnung im Bereich Medebach. Sein Aufgabenbereich umfasste allgemeine polizeiliche Tätigkeiten – etwa die Verhinderung und Verfolgung von Verbrechen –, Justizwachtmeisteraufgaben wie Gefangenentransporte sowie das Einschreiten bei unmittelbaren Bedrohungen und Notlagen.
Zu seinen Pflichten gehörten auch regelmäßige Visitationen durch seinen Briloner Vorgesetzten, bei denen Dienstzimmer, Waffen und Dienstbuch überprüft wurden. Anschließend folgte eine dreitägige „Dienstreise“ in die umliegenden Orte Oberschledorn, Düdinghausen, Referinghausen, Titmaringhausen, Medelon, Berge, Dreislar, Hesborn, Liesen und Küstelberg.
Diese Dienstreisen bedeuteten eine erhebliche körperliche Anstrengung: Während der Oberwachtmeister hoch zu Pferde saß, musste Basse als Fußgendarm mit „Gewehr über“, Pickelhaube und Plempe (Säbel) stramm nebenher marschieren.
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