Text: Christel Zidi
Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung

Manchmal lohnt es sich, ein scheinbar ganz normales, altes Haus genauer unter die Lupe zu nehmen, um Interessantes aus der Geschichte zu erfahren, so wie bei diesem Haus in Bödefeld mit dem lustigen Namen: „Haus Elsebeens“. Der erste Teil des Name stammt eindeutig von Elisabeth (Else), was allerdings mit „beens“ gemeint ist, bleibt wohl das Geheimnis des Erbauers. Und über den gibt es so einiges  zu berichten.

„Der Schneider Christoph Albers ist 16 Jahre lang durch andere Regionen gewandert und hat sich eine Frau aus irgendeiner Stadt genommen“, so steht es im Bödefelder Familienbuch, das Pfarrer Matthias Selmann zusammengetragen hat. Diese Formulierung klingt nicht unbedingt so, als sei der Pfarrer darüber erfreut gewesen, dass sein Zeitgenosse, der Sohn einer alteingesessenen Bödefelder Familie, eine Nicht-Sauerländerin zur Frau genommen hatte. Die Tatsache jedoch, dass das Haus der Familie nach ihr benannt war, unterstreicht ihren Stellenwert innerhalb der Familie.

Doch der Reihe nach: Christoph Albers, geboren 1655, war ein Sohn des Johann Albers und der Anna Catharina Rotman. Er erlernte das Schneiderhandwerk und verbrachte viele Jahre seines Lebens in der Fremde, wo er sich mit Nadel und Faden seinen Lebensunterhalt verdiente. Pfarrer Selmann vermerkte später im Bödefelder Familienbuch, Christoph habe sich in dieser Zeit „in irgendeiner Stadt eine Frau genommen“.

Diese Frau war Elisabeth Evers, geboren 1654 in Gütersloh, Tochter des Jakob Evers und der Gutzel. Wann und wo sich beide kennenlernten und wo sie heirateten, ist nicht bekannt – nur, dass die Eheschließung im Jahre 1675 erfolgte. Namentlich bekannt ist lediglich die Tochter Klara Maria, geboren 1678.

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