Foto: Der Alte Markt in Arnsberg
Text: Sabina Butz
Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung
Die Beschleunigung der Kommunikation im 18. Jahrhundert
Einer Familie anzugehören, die über Generationen Juristen und Verwaltungsbeamte von regionaler und überregionaler Bedeutung hervorbrachte, stellte erhebliche Ansprüche an jeden ihrer Abkömmlinge. Die Arnsberger Familie Arndts erfüllte diese Erwartungen über sechs Generationen hinweg. Exemplarisch lässt sich dies an Johann Wilhelm Arndts (*1710 in Arnsberg; †1771) zeigen, einem kurkölnischen Beamten, Postmeister der Kaiserlichen Reichspost und maßgeblichen Gründer des Arnsberger Intelligenzblattes.
Er studierte Rechtswissenschaften, promovierte und trat in den kurkölnischen Staatsdienst ein. Dort wurde er zum Prokurator ernannt und wirkte als kurfürstlich-kölnischer Hofrat sowie als gelehrter Rat bei der Kanzlei des Herzogtums Westfalen.
Als Thurn- und Taxisscher Postmeister war er verantwortlich für den Aufbau eines regelmäßigen Postverkehrs im Herzogtum Westfalen. Er leitete das erste Postamt des Herzogtums, das 1742 in Arnsberg eingerichtet wurde. Die Bedeutung einer zuverlässigen Nachrichtenübermittlung und eines funktionierenden Brieftransports erscheint uns heute selbstverständlich – im 18. Jahrhundert war sie es keineswegs. Auch wenn die Post zunächst vor allem der Kommunikation zwischen Herrschern und Adel diente, bildete sie doch die Grundlage für den späteren Handel und damit für staatliche wie private Kommunikation.

