Wie aus Blei Schrot wurde
Wie aufwendig die Herstellung von Bleischrot sein konnte, zeigt ein Lexikon aus dem Jahr 1862. Dem geschmolzenen Blei wurden geringe Mengen arsenhaltiger Stoffe zugesetzt. Dadurch sollte das Metall härter werden und sich beim Gießen besser zu einzelnen Körnern formen.
Mit einem eisernen Löffel schöpfte man das flüssige Blei aus dem Kessel und goss es durch ein regelmäßig durchlöchertes Blech, die sogenannte Schrotform. Aus den Öffnungen lösten sich einzelne Tropfen, die beim Fallen eine annähernd kugelige Form annahmen und im Wasser erstarrten.
Damit war die Arbeit jedoch noch nicht beendet. Anschließend musste das Schrot sortiert werden. Siebe mit unterschiedlich großen Öffnungen trennten die Kugeln nach ihrer Größe in verschiedene Schrotnummern. Unregelmäßig geformte Stücke wurden ausgesondert. Zum Schluss konnte das fertige Schrot mit Graphit poliert werden. Dadurch erhielt es Glanz und wurde zugleich vor dem Anlaufen geschützt.
Wie lange die kleine Schrotgießerei an der Plästerlegge betrieben wurde, lässt sich bislang nicht genau bestimmen. 1881 war die Anlage bereits verschwunden. Nur wenige Mauerreste im Boden erinnern heute noch daran, dass an diesem abgelegenen Wasserfall einst Blei verarbeitet wurde.
Schrot-Herstellung
Dem geschmolzenen Blei wurden geringe Mengen arsenhaltiger Stoffe zugesetzt. Dadurch sollte es härter werden und beim Gießen besser „körnen“.
Mit einem eisernen Löffel schöpfte man das flüssige Blei aus dem Kessel und goss es durch ein regelmäßig durchlöchertes Blech, die sogenannte Schrotform. Die herabfallenden Bleitropfen erstarrten im Wasser zu kleinen Körnern.
Anschließend musste das Schrot sortiert werden. Siebe mit unterschiedlich großen Öffnungen trennten die Kugeln nach ihrer Größe in verschiedene Schrotnummern. Unregelmäßig geformte Stücke wurden ausgesondert. Zum Schluss konnte das fertige Schrot mit Graphit poliert werden. Dadurch erhielt es Glanz und wurde zugleich vor dem Anlaufen geschützt.
Aus: Pierer’s Universal-Lexikon, Bd. 15, Altenburg 1862, S. 440–441.
Quellen
E. Maurmann: „Bergbau und Erzvorkommen im kurkölnischen Sauerlande“, in: *Heimatborn*, 15./16. Jg. 1938/39.
Josef Hollmann: *Ramsbeck – Bilder aus dem Leben einer sauerländischen Pfarrgemeinde 1761–1961*, Ramsbeck 1961, S. 26.

