Äbtissin des Klosters Oelinghausen

Ottilia von Fürstenberg

Aus dem Leben der Ottilia von Fürstenberg

Ottilia von Fürstenberg, Tochter des Drosten Friedrich von Fürstenberg und seiner Frau Anna von Westphalen, wurde bereits im Kindesalter in das Prämonstratenserinnenkloster Oelinghausen übergeben.

Ottilia von Fürstenberg

1585 wurde sie zur Priorin, später zur Äbtissin gewählt. 1618 erfolgte die offizielle Umwandlung des Klosters in ein freiweltliches adeliges Damenstift.

Ihre Amtszeit fiel in eine Zeit schwerer Krisen: Pestwellen, konfessionelle Konflikte und die Vorläufer des Dreißigjährigen Krieges.

Bild links: Machahn 17:13, 11 February 2007 (UTC), Public domain, via Wikimedia Commons

Während des Truchsessischen Krieges (1583–1588) wurde das Kloster von Truppen des abgesetzten Erzbischofs Gebhard Truchsess von Waldburg schwer beschädigt. Ottilia leitete den Wiederaufbau der Gebäude und der Klostermauern.

Zeitgenössische Quellen belegen, dass sie einen umfangreichen Wirtschaftsbetrieb erfolgreich führte. Ab 1589 übernahm sie zusätzlich das Amt der Äbtissin im Damenstift Heerse bei Bad Driburg.

Ottilia von Fürstenberg gilt als eine der bedeutendsten Äbtissinnen Westfalens ihrer Zeit. Sie bewahrte Kunstschätze, festigte die spirituelle Ausrichtung des Stifts und führte Oelinghausen mit organisatorischem Geschick durch eine der schwierigsten Epochen der Sauerländer Geschichte.

Quellen:
Christina Vanja: Frauenklöster und Damenstifte in Westfalen (LWL, 2005)
Albert K. Hömberg: Kirchliche und weltliche Rechts- und Kulturgeschichte des Sauerlandes
Freundeskreis Oelinghausen
Planet Wissen (Sankt Galler Klosterplan) – allgemeine Darstellung

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