Erste dichterische Anerkennung
Zu seinen frühesten Dichtungen gehören die „Elegien an Grimme“. Pape nennt Grimme darin „seinen Ruhm“, denn der ältere Freund hatte seine frühen Gedichte in einen literarischen Kreis Münsters eingeführt und dort Begeisterung ausgelöst. Am 6. Juli 1849 schrieb Grimme:
„Deine Elegien sind jetzt die Lieblingslektüre eines der besten hiesigen Zirkel, in denen die Liebe zum Schönen herrscht, nämlich bei dem blinden Professor Schlüter …
Schicke mir das, was Du für das Beste Deiner Werke hältst, damit ich es dem Kreis vorlesen kann. Es ist so gemütlich, den edlen Rheinwein zu schlürfen und sich dabei von der Papeschen Muse süße Töne vorsingen zu lassen … Die Elegien sind bereits vielfach abgeschrieben; der Professor ist ganz begeistert davon.“
Im selben Jahr immatrikulierte sich Pape an der Universität München, um das Studium der Rechtswissenschaften aufzunehmen.
Themen, Werk und Wirkung
Pape verfasste Dramen sowie zahlreiche religiöse und theologische Texte. Seine frühen Werke verbinden historische, sagenhafte und nationale Motive mit einer christlich geprägten Weltanschauung. Zu seinen wichtigsten Epen zählen Der getreue Eckart, ein Werk über deutsche Entzweiung und Versöhnung, und Schneewittchen vom Gral mit deutlichen Bezügen zu mittelalterlichen Legenden.
In seinen Romanzen wie „Josephine. Liebe, Glaube und Vaterland “ verknüpft Pape persönliche Thematik mit patriotischen Akzenten. Auch seine Lyrik, etwa das Zyklusstück Dem Vaterlande, zeigt starkes nationales Empfinden.
Religiös geprägt, schrieb Pape zudem Legenden, geistliche Lieder und zahlreiche theologische Abhandlungen. Besonders interessierte er sich für apokalyptische und eschatologische Fragen und entwickelte sich dabei zu einem eigenständigen Denker; in kirchenpolitischen Fragen äußerte er sich oft kritisch und gilt regional als „politischer Theologe eines Weltfriedensreiches“.
Viele seiner späten Schriften blieben mangels Verleger unveröffentlicht. Schon zu Lebzeiten nahm das öffentliche Interesse ab, denn seine an Romantik und christlich-nationalen Motiven orientierte Dichtung passte nicht in ein Zeitalter, das von politischen, realistischen und später naturalistischen Strömungen geprägt war. National fast vergessen, schätzt man ihn in seiner Heimat bis heute als den „Romantiker des Sauerlandes“.

