Text: Sabina Butz

Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung

Ein historisches Kleinod

Warstein bezeichnet sich gern selbst als „Das Tor zum Sauerland“. Mit seinen ca. 26.000 Einwohnern im Herzen des Arnsberger Waldes gehört es seit 1975 zum Kreis Soest. Davor – genau von 1844 bis 1975 – gehörte das Amt Warstein zum Kreis Arnsberg. Die Warsteiner haben den Bezug zum Sauerland elegant beibehalten, indem sie sich als Tor zum Sauerland bezeichnen.

Die Vorgeschichte Warsteins bietet einige Rätsel. Funde aus der Bielsteinhöhe werden heute als Beweis für menschliches Leben im Warsteiner Raum in der Mittelsteinzeit (ab 9600 v. Chr.) gedeutet.

Eine Besiedlung könnte es also damals schon gegeben haben.

Eine Stadtgründung dürfte im ausgehenden 13. Jahrhundert erfolgt sein.

Unstrittig sind die territorialen Auseinandersetzungen zwischen den Erzbischöfen von Köln, den Bischöfen von Paderborn und den Grafen von Arnsberg aus dieser Zeit. Die Warsteiner hielten sich klug aus den territorial-politischen Querelen heraus.
Ihnen brannten industrielle Fragen eher unter den Nägeln:

Schon vor dem Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) gab es in Warstein eine Nagelschmiede, die nach Kriegsende von niederländischen Kaufleuten in einen Messinghammer (ein Hammerwerk, in dem Messing weiterverarbeitet wird) umgerüstet wurde. Gegenüber dieser Werkstatt errichteten die Besitzer ihr Wohnhaus. Als Dietrich Ernst Zahn (1659–1721) den bestehenden Messinghammer in einen Kupferhammer umwandelte, wurde das Wohnhaus fortan „Haus Kupferhammer“ genannt – und diese Bezeichnung ist bis heute geblieben.

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