Als sich die wirtschaftliche Lage der Einlieger weiter verschlechterte, entschieden sich diejenigen, die es sich irgendwie leisten konnten, zur Auswanderung.
Der 1852 ausgewanderte Heinrich Klüppel aus Dörnholthausen schrieb in einem Brief in die Heimat, dass in Deutschland ein reicher Mann immer reich bleibe, während dies in Amerika anders sei, weil es dort genügend freies Land für Neusiedler gebe.

Wer nicht auswandern konnte oder wollte, hatte es im Sauerland als Einlieger schwer – auch wenn es Ausnahmen gab. Die Familie Glingener aus Stockum etwa schaffte es im 19. Jahrhundert, sich einen Platz in der bäuerlichen Gemeinschaft ihres Dorfes zu sichern.
Ihr Weg war mühsam, arbeits- und entbehrungsreich – ein eindrucksvoller Beleg für die Beharrlichkeit und Zielstrebigkeit der Landarbeiter im Sauerland. Ihr Weg war mühsam, arbeits- und entbehrungsreich – ein eindrucksvoller Beleg für die Beharrlichkeit und Zielstrebigkeit der Landarbeiter im Sauerland.

Zwischen Stockum und Dörnholthausen, also ungefähr dort, wo Christian Glingener sein Haus erwarb.
Foto: Martin Lindner, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Lesen Sie dazu – online – auf der Seite des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe das Buch:

Bild ganz oben: ki-generiert by Microsoft Copilot

Text: Sabina Butz

Kurzfassung

Ab dem Ende des 18. Jahrhunderts verschlechterte sich die Lage der ländlichen Lohnarbeiter im Sauerland deutlich. Sie bildeten die unterste Sozialschicht der dörflichen Gesellschaft. Grundbesitzlose Landarbeiter, die sich bei Bauern einmieteten und dafür arbeiteten, bezeichnete man bis ins frühe 20. Jahrhundert als Einlieger, Beilieger oder Beisassen.

Seiten: 1 2