Wie es für August Müller und die Apotheke in Eslohe weiterging
Als 1818 der einzige Arzt aus Eslohe fortzog, sah August die Existenz seiner Apotheke gefährdet. Er beantragte daher die Verlegung nach Arnsberg, die ihm 1819 gestattet wurde.
Wo genau August Müller später tätig war, lässt sich nur durch die Durchsicht amtlicher Akten klären. So existieren Gerichts- beziehungsweise Justizakten in Arnsberg mit dem Eintrag „Müller, August, Apotheker“ für die Jahre 1837 und 1849. Für das Jahr 1858 ist zudem eine Testamentsaktenverzeichnung für einen „August Müller, Apotheker“ im Raum Soest erhalten.
In Eslohe ging es nach dem Fortzug von Apotheker August Müller – trotz einiger Bewerber – erst einige Jahre später weiter. Dafür umso beständiger: Das erste Apothekerhaus – die heutige Schwanen-Apotheke in der Hauptstraße 61 – ist noch immer in Betrieb, und das seit mehr als 200 Jahren.
Die Geburtsstunde des Apothekerberufs schlägt im Jahr 1241. In diesem Jahr erließ der Stauferkaiser Friedrich II. eine Medizinalordnung, die erstmals die Trennung der Berufe von Arzt und Apotheker vorschrieb.
Im Jahr 1810 erhielt August Christoph Carl Müller, geboren 1781 in Salzgitter, die Konzession.
Eine eigenständige evangelische Gemeinde entstand in Eslohe erst im 20. Jahrhundert. 1939 gab es eine eigene Kapelle, die später erweitert wurde.
Im Jahr 1817 zählte Eslohe lediglich 154 Einwohner. Es war die Zeit, in der der Kreis Medebach in den Kreis Eslohe überführt worden war. Den „Kreis Eslohe“ gab es allerdings nur von 1817 bis 1819. Die neue Kreiseinteilung erwies sich als unpraktisch und wenig leistungsfähig. Der Kreis Eslohe wurde wieder aufgelöst und überwiegend dem Kreis Meschede zugeschlagen; Teile kamen zum Kreis Arnsberg.
Quellen: Festzeitschrift 200 Jahre Schwanen-Apotheke Eslohe, Familienbuch Eslohe, matricula-online.de
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