Die Halbwaise Maria Clementine Theodora Christiane Chermon, deren Familie mütterlicherseits (Dilthey) aus Wuppertal stammte, heiratete mit 21 Jahren in Hamm den Kaufmann Johann Jacob Westphal. Sie brachte vier Kinder zur Welt und starb mit gerade mal 33 Jahren in Duisburg.


Das Sauerland war kein Schlachtfeld der Befreiungskriege, und doch hinterließen sie auch hier ihre Spuren – in Familien, in Erinnerungen, in den Zeilen alter Kirchenbücher. Zwischen Adelssitz und Dorfkirche begann das Leben eines Kindes, das von den Wirren der Napoleonzeit von Anfang an berührt wurde. In dieser Biografie spiegeln sich die großen politischen Umbrüche jener Jahre im Kleinen wider.

Für Maria Clementine war Obersalwey zunächst schlicht ihr Geburtsort – der Ausgangspunkt ihres Lebens. Ob sie jemals dorthin zurückkehrte, ist nicht überliefert. In einer Zeit, in der Westfalen zwischen napoleonischer Fremdherrschaft und preußischem Neubeginn stand, wuchs sie als Kind zweier Welten heran: mit französischen Wurzeln und westfälischer Heimat. Ihr Weg führte sie später nach Hamm und Duisburg, hinein in das entstehende preußische Westfalen – doch sein Anfang lag in den stillen Hügeln des Sauerlandes.

Seiten: 1 2 3 4