Die Patronatsbestimmung dürfte mit großer Sicherheit bereits bei der Errichtung der Kapelle im 17. Jahrhundert bestanden haben, da sie schon damals als „dem hl. Blasius geweiht“ beschrieben wird. Die starke Verbreitung der Blasiusverehrung im späten Mittelalter – etwa im Zusammenhang mit dem Viehsegen – stützt diese zeitliche Einordnung.
Auch die Datierung der heute im Altarraum stehenden St.-Blasius-Holzskulptur ist nicht urkundlich belegt. Da sie als Darstellung des Kapellenpatrons beschrieben wird, ist anzunehmen, dass sie ebenfalls aus der Zeit der ersten Kapelle (17. Jahrhundert) stammt. Sollte sie älter sein, könnte sie beim Neubau 1931 übernommen worden sein.

Der heilige Blasius von Sebaste
Der heilige Blasius von Sebaste lebte im 3. bis 4. Jahrhundert n. Chr. und war Bischof von Sebaste in der römischen Provinz Kleinarmenien (heute Sivas im Nordosten der Türkei). Er starb als Märtyrer.
Zahlreiche Legenden berichten von seinen Heilungen. Die bekannteste erzählt, dass er während seiner Gefangenschaft einem Mithäftling das Leben rettete, der an einer Fischgräte zu ersticken drohte. Daher gilt Blasius als Schutzpatron gegen Halsleiden. Darüber hinaus wird er als Patron der Ärzte, Weber, Schneider, Wollhändler, Wachszieher, Gerber und Blasmusiker verehrt sowie als Vieh- und Wetterpatron. Im Mittelalter war die Blasiusverehrung weit verbreitet.
Als einer der 14 Nothelfer war Blasius seit dem 14. Jahrhundert ein zentraler Fürsprecher im Alltag der Menschen, der ihnen sowie Haus und Hof Schutz versprach.
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Foto oben: Stefan Didam – Schmallenberg, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Foto Kapelle: Edgar El via Wikimedia Commons
Foto Altarraum: Friedhelm Dröge via Wikimedia Commons

