Anfang der 1970er Jahre wiederholte sich die Geschichte: Eine neue, heute denkmalgeschützte Kirche ersetzte den Vorgängerbau. Sie steht in unmittelbarer Nähe (ca. 70 m entfernt) der beiden Vorgänger-Bauten. Traditionen und Gebräuche wurden beibehalten oder weiterentwickelt.
Die heutige Kirche St. Erasmus mit Kapelle „Maria Schnee“
Altastenberg besitzt damit seit 1725 einen einzigen Standort für Kapelle und später Kirche in der Ortsmitte; nur die Gebäude wurden mehrfach erneuert, vergrößert und schließlich in unmittelbarer Nähe eine neue Kirche errichtet. Der hl. Erasmus war und bleibt der Schutzpatron.
Im Frühjahr 2026 wurde das Gotteshaus im Zuge eines umfassenden Umbaus zur ersten Pilger- und Tourismuskirche der Region umgestaltet. Dabei erhielt es den zusätzlichen Namen „Maria Schnee“. Dieser traditionelle Ehrenname der Gottesmutter geht auf eine alte Legende zurück, nach der Maria im Hochsommer in Rom frischen Schnee herbeigeführt habe, um den Standort einer Kirche (die Basilika Santa Maria Maggiore) zu kennzeichnen.
Die Bezeichnung „Maria Schnee“ fügt sich ideal in das heutige Konzept der Kirche ein (Seelenwege Altastenberg): Altastenberg ist ein bekannter Wintersportort mit viel Schnee. In der Legende vom Schnee im Sommer sieht der Glaube ein Symbol für Hilfe, Schutz und Segen. So verbindet die erste Pilger- und Tourismuskirche der Region den Bezug zur historischen Erasmus-Verehrung mit einem neuen Charakter als spiritueller Rastplatz für Wanderer und Pilger – eine gelungene Verbindung alter Traditionen mit neuen Glaubensansätzen.
Bild ganz oben: Die alte Kirche dient heute als Friedhofskapelle
Foto: Triptychon, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

