1755 erhob sich der Westturm. Hoch über den Dächern des Dorfes ragte er in den Himmel. „Seht, Pastor“, rief Sieger vom Gerüst, „die Glocken werden bald das Dorf rufen!“ Stratmann hob den Blick. „Ja“, sagte er leise, „sie werden rufen – und die Menschen werden kommen.“

Das Werk war gewaltig und verlangte Geduld – denn erst nach zehn Jahren, im Jahr 1764, konnte die Kirche feierlich eingeweiht werden. Pastor Stratmann erlebte die Einweihung nicht mehr, denn er starb 1757.

Remblinghausen, Altarraum
Die Skulptur in frt Mitte zeigt die Verkündigungsmaria, eine Darstellung der Jungfrau Maria
in dem Moment, als ihr der Erzengel Gabriel die Geburt Jesu ankündigt.

So sah er in seiner Kirche nicht mehr den Hochaltar, der 1767 gebaut wurde und die Seitenaltäre vom 1768 und 1769 – geschaffen von Joseph Strathmann aus Anröchte. Die Orgel von Georg Fromme aus Soest vollendete das Bild: Sie stammt aus dem Jahr 1780. Der Orgelbauer war bekannt für seine gute Arbeit. Nur bestes Material verwendete er – das viele Jahre und auch Jahrhunderte überdauern sollte.

Die Skulptur zeigt Gottvater (rechts, mit Bart und Krone), Jesus Christus (links, mit dem Kreuz) und den Heiligen Geist, der durch eine Taube in einer Gloriole (Sonnenstrahlkranz) symbolisiert wird.
In der Mitte befindet sich eine Himmelskugel mit Engeln, die die Welt symbolisiert.

Seiten: 1 2 3 4 5 6