Innerhalb des Ortes lässt sich bis heute zwischen Alt-Breitenbruch und dem später gewachsenen Siedlungsteil unterscheiden. Alt-Breitenbruch verweist möglicherweise auf die Wohnplätze, die bereits vor der planmäßigen Besiedlung existierten. Die neuen Bewohner waren vor allem Waldarbeiter und ihre Familien, die sich in der wachsenden Gemeinschaft niederließen. In den ersten fünf Jahrzehnten stieg die Einwohnerzahl auf etwa 145 Personen. Eine eigene Schule wurde eingerichtet, und die Gastwirtschaft „Spindeldreher“ entwickelte sich zu einem zentralen Treffpunkt, der bis in die Gegenwart Bestand hat. In den folgenden zwanzig Jahren sank die Zahl der Einwohner auf rund 100.
Die formale Konstituierung als Gemeinde Breitenbruch erfolgte auf Grundlage einer ministeriellen Verfügung vom 27. Oktober 1840, wurde jedoch nach späteren Feststellungen erst 1846 tatsächlich umgesetzt.
Ein Blick ins Adressbuch des Kreises Arnsberg von 1928 zeigt, wie sich Breitenbruch in der Zwischenkriegszeit darstellte: 39 Haushalte waren verzeichnet, darunter zahlreiche Waldarbeiter, ein Hilfs-, ein Revier- und ein Staatsförster, Fuhrunternehmer, Wegewärter, Arbeiter sowie eine Landwirtin mit Hausarbeiter. Außerdem werden der Lehrer und ein Schulamtsbewerber genannt, ebenso der Gastwirt des „Spindeldrehers“, dessen Nachfolger bis heute eines der beiden Gasthäuser im Ort betreiben.
Apropo Lehrer: Während der preußischen Verwaltung wurde der Schulunterricht in Breitenbruch zeitweise untersagt. Dieses Verbot blieb jedoch offenbar weitgehend wirkungslos – ein stiller Hinweis auf den eigenständigen und selbstbewussten Charakter der kleinen Waldsiedlung.
Und hier finden Sie Canstein:
Als Gründer von Breitenbruch gelten: Georg Rath, einer der ersten Waldarbeiter, der Kleinbauer Bernhard Schöttler und der Zimmerer Bernhard Hahne.
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Quellen: www.arnsberg.de und matricula-online

