Innenansicht der Drüggelter Kapelle
Text: Christel Zidi
Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung

Faszination von Architektur, Symbolik und Spekulationen

Die Drüggelter Kapelle ist eines der ungewöhnlichsten und rätselhaftesten Bauwerke in Westfalen. Zwischen Delecke und Körbecke, oberhalb des Möhnesees, steht sie auf einem kleinen Höhenrücken. Das einzigartige Bauwerk hat einen Durchmesser von etwa elf Metern und eine zwölfeckige Grundform. Im Inneren sind 16 Säulen in zwei Ringen angeordnet.

Die Drüggelter Kapelle entstand vermutlich im 12. Jahrhundert. Dazu passt auch, dass man bei Renovierungarbeiten in den 1930er Jahren unter hölzernen Einbauten eine Einbaum-Truhe aus Eichenholz entdeckte. Eine spätere dendrochronologische[1] Untersuchung ergab, dass diese etwa 1172 angefertigt wurde.

Eine erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1217. In einer Urkunde vom 14. Mai 1217 wird berichtet, dass sich etwa 30 Ritter über die Pfingsttage in Drüggelte versammelten, um von dort aus zu einem Kreuzzug ins Heilige Land aufzubrechen. Die engen Beziehungen der Grafen von Arnsberg zu den Orden der Prämonstratenser und Zisterzienser sowie ihre Teilnahme am Kreuzzug nach Damiette (ab 1217) lassen auf intensive Kontakte zu den Templern schließen.

Die Drüggelter Kapelle lvor 1896
Bilder: Fr. Benkert, Public domain, via Wikimedia Commons

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