Text: Christel Zidi

Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung

Büemke ist ein kleiner, abgelegener Ort – eingebettet in eine reizvolle Landschaft aus sanften Hügeln, dichten Wäldern und blühenden Wiesen. Der Büemker Bach, dem das Dorf seinen Namen verdankt, durchzieht das Tal und bildet zusammen mit seinen Nebensiepen ein 32 Hektar großes Naturschutzgebiet. Es umfasst artenreiche Feucht- und Magergrünländer, strukturreiche Gehölze und naturnahe Quellbereiche – typische Lebensräume der mitteleuropäischen Kulturlandschaft, die heute zunehmend selten geworden sind.

Das Gebiet steht seit 2008 unter Naturschutz; die Geschichte des Ortes lässt sich bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen. In alten Urkunden erscheint Büemke unter verschiedenen Namen wie Boydenbeke, Boemicke oder Beenrick. Es gehörte zum Besitz des Stiftes Meschede. Ein Dokument aus dem Jahr 1543 verzeichnet zehn Häuser – viel mehr sind es bis heute nicht geworden. Bei der letzten Zählung im Jahr 2023 lebten gerade einmal 50 Menschen in Büemke.

Eine erste Kapelle ist bereits 1638 belegt. Der heutige Bau stammt aus dem Jahr 1671. Das Grundstück, auf dem sie steht, ist bis heute auf fünf ortsansässige Bauernhöfe im Grundbuch eingetragen – ein Zeichen der engen Verbundenheit zwischen Kapelle und Dorfgemeinschaft.

Foto oben: Friedhelm Dröge, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

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