Text: Sabina Butz
Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung
Einen Pranger, auch Schandpfahl, Kook oder Kaak benannt, finden wir nicht nur im mittelalterlichen Europa sondern weltweit, z. B. in China, Japan, Korea, Kapverden und den englischen Kolonien.
Wir unterscheiden verschiedene Prangertypen: Halseisen, das an der Kirche oder einem sonstigen öffentlichen Gebäude befestigt war, ein eingeschlagener Pfahl aus Holz oder Stein mit einem Halseisen, Sitzpranger oder ein Käfig zum Stehen oder Sitzen auf öffentlichen Plätzen.
Ein Pranger war ein Strafwerkzeug der mittelalterlichen Gerichtsbarkeit. Öffentliche Schande erschwerte zumindest ein Weiterleben in der Gemeinschaft oder machte dieses unmöglich. Die Bestraften waren zudem den Schmähungen und auch dem Bewerfen mit Gegenständen ausgesetzt, die nicht ungefährlich waren.
Die „Pranger“ Strafen wurden vom Gericht des Ortes verhängt (Städtische Gerichte, lokale Machthaber oder Kirchengerichte). Ausgeführt wurden die Strafen vom Scharfrichter, der auch für Leibesstrafen und Hinrichtungen zuständig war.

