Das Rittergeschlecht von Padberg – ein Sauerländer Beispiel

Bild: KI-generiert mit Microsoft Copilot

Die Herren von Padberg waren ein bedeutendes westfälisches Adelsgeschlecht mit Stammsitz in Padberg (Marsberg). Die Burg entstand im frühen 12. Jahrhundert und wurde 1120 an den Kölner Erzbischof verkauft. Im 13. Jahrhundert bauten die Padberger ihre Herrschaft aus. Doch: Erbteilungen (u. a. „Altes Haus“ und „Neues Haus“), dauerhafte Fehden und wirtschaftliche Belastungen führten ab dem 14. Jahrhundert zu einer zunehmenden Verarmung.

Zur Sicherung ihres Lebensstandards griffen die Padberger zu Raubzügen, Viehdiebstählen und Fehden gegen regionale Gegner, darunter der Landgraf von Hessen.

Berühmt ist die Entführung des Grafen Philipp von Waldeck (1516), die die Padberger gemeinsam mit Götz von Berlichingen durchführten — ein spektakulärer, aber historisch gut belegter Fall.(1).

Das politische Ende der Padberger erfolgte 1576 mit dem Verzicht auf fast alle Hoheitsrechte zugunsten des Erzbistums Köln. Das wirtschaftliche Ende datiert  1878 mit dem Verkauf des Padberger Gutes an den Grafen von Droste zu Vischering.

Die Padberger stehen exemplarisch für den Wandel vom mittelalterlichen Rittergeschlecht zum wirtschaftlich bedrängten, fehdeführenden Adel.

Aber auch ohne historischen Realitätsnachweis ist die Vorstellung des „edlen Ritters“ bis heute erhalten geblieben.

1. HeBuZi Götz von Berlichingen – zu Gast bei den Herren von Padberg

Quellen:
https://www.deutschlandmuseum.de/geschichte/hochmittelalter/
https://vehi-mercatus.de/Ritter-im-Mittelalter-Geschichte-Leben-und-Ausbildung
https://www.ring-padberg.de/unser-padberg/die-padberger-geschichte
Historisches Lexikon Westfalens (LWL)
Franz Tenhagen: Geschichte des Herzogtums Westfalen

Seiten: 1 2

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