Der Widerstand der Frauen von Bontkirchen
Im Zuge der Reformation, die in der Grafschaft Waldeck ab 1542 eingeführt wurde, geriet auch das Kirchspiel Heringhausen unter evangelischen Einfluss. Bontkirchen war kirchlich dorthin orientiert, blieb jedoch katholisch. Nach örtlicher Überlieferung, die in der Dorfchronik von Bontkirchen festgehalten ist, soll insbesondere der Widerstand der Frauen dazu beigetragen haben, dass sich die Reformation im Ort nicht durchsetzte.

Der Überlieferung nach versammelten die Frauen sich geschlossen in der Kirche, beteten laut den Rosenkranz und übertönten so die Prediger. Ihrem Widerstand wird zugeschrieben, dass Bontkirchen katholisch blieb. Als Zeichen dieser „Rettung des Glaubens“ nahmen fortan die Frauen die Kirchenbänke auf der rechten Seite ein, während die Männer auf der linken Seite Platz fanden.

Es sieht also ganz danach aus, als wenn es in Bontkirchen nicht nur streiterprobte Männer gab, sondern auch Frauen, die sich wehren konnten.

Quelle: www.mein-bontkirchen.de

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