Text: Christel Zidi

Beitrag mit überwiegend faktenbasierter Darstellung

Der drachentötende Erzengel Michael hängt über dem Eingang zur Sakristei in St. Magnus Niedermarsberg. Nicht verwunderlich, denn in Marsberg muss es wohl eine wahre Drachenplage gegeben haben. Unweit der historischen Altstadt Marsberg sollen sie gehaust haben, in den Drakenhöhlen.

Und so kommen wir auch schon zu den vielen Sagen, die sich rund um die Drakenhöhlen ranken. Sagen erklären die Welt, verbinden Menschen mit ihrer Heimat und spiegeln menschliche Ängste, Wünsche und Werte wider. Sie lehren, warnen und bewahren Erinnerungen an Orte und vergangene Zeiten. Sie sind es, die Landschaften und Geschichten lebendig machen und machten – lange vor der Zeit der immersiven Medien, also der künstlichen Intelligenz, in die Menschen heute eintauchen.

Apropos eintauchen… Der Königssohn Siegfried soll derl Sage nach, nachdem er den Drachen besiegt hatten, in dessen Blut gebadet haben. Allerdings ist er nicht tief genug eingetaucht, denn eine kleine Stelle zwischen seinen Schulterblättern, auf die ein Lindenblatt fiel, blieb frei vom Drachenblut. Das Drachenblut machte Siegfried unverwundbar – bis eben auf die eine kleine Stelle…

Eingang zu den Drachenhöhlen

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