Text: Christel Zidi

Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung

Früher brachten Schafhirten ihre Herden und die sogenannten „Ein-Kuh-Bauern“ ihr Vieh zum Grasen auf die über 600 Meter hoch gelegene Weide zwischen Elpe und Wulmeringhausen. Sie befindet sich im Höhenzug Wolkenberg/Braberg.

Eine Planierraupe hat das unebene Gebiet nie gesehen. Das hielt die Sportbegeisterten aber nicht davon ab, in den Jahren 1928/1929 hier einen Fußballwettbewerb zwischen mehreren Dörfern zu veranstalten.

Heute trifft man hier vereinzelt Wanderer, die an dem Tisch mit Bank unter den schattenspendenden Bäumen eine kleine Rast einlegen und die herrliche Aussicht genießen.

Gemeinschaftlich genutzte Weideflächen waren früher für die dörfliche Viehhaltung von zentraler Bedeutung, insbesondere für Rinder und Schafe. Die offene Tallage, die gute Wasserversorgung durch die Walbecke, einem Nebenfluss der Neger, sowie die geschützte Lage zwischen den Höhenzügen machten die Fläche zu einem geeigneten Standort für die extensive Weidewirtschaft, wie sie für das Hochsauerland bis ins 19. Jahrhundert typisch war.

Bis heute prägt die Hirtenwiese als offener Landschaftsraum das Talbild südlich von Elpe und bildet einen landschaftlichen Kontrast zu den umliegenden Waldflächen.

Foto oben: Falkmart, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons