Text: Christel Zidi

Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung

Der Jakobsweg im Hochsauerlandkreis ist Teil des sogenannten „Sauerland-Camino“ und verläuft in westlicher Richtung quer durch die Region. Er kommt aus dem Raum Marsberg in den Kreis hinein und führt zunächst durch die östlichen Ausläufer des Sauerlands. Von dort geht es weiter über Bestwig, wo sich mit dem Bergkloster eine wichtige Pilgerstation befindet, und anschließend in Richtung Meschede.

Der Weg verläuft dann über kleinere Orte und Höhenzüge weiter nach Eslohe und durch das Schmallenberger Sauerland, wobei er oft historischen Handels- und Höhenwegen folgt. Über Orte wie Altastenberg und Elspe führt die Route schließlich aus dem Hochsauerlandkreis heraus in Richtung Meinerzhagen. Von dort setzt sich der Jakobsweg weiter nach Westen fort, unter anderem in Richtung Köln und schließlich bis nach Santiago de Compostela in Spanien.

Auch Remblinghausen liegt an diesem Weg, der über Jahrhunderte auch als Pilgerpfad genutzt wurde. Schon im Mittelalter gab es im Ort eine Jakobus‑Bruderschaft, die sich um Pilger kümmerte, ihnen Unterkunft verschaffte und den richtigen Weg wies.

Bis heute ist diese Tradition lebendig geblieben: In der Jakobuskirche des Ortes können Pilger einkehren und ihren Pilgerpass stempeln lassen. Der heilige Jakobus prägt zudem das Ortsbild – sein Name findet sich bei Kindergarten und Schule, im Wappen sowie in der Schützenbruderschaft. Mit der Wiederherstellung des Weges im Jahr 2016 wurde Remblinghausen wieder fest in das europäische Pilgerwegenetz eingebunden.

Foto links: Zidi


Eine Pilgerstation des „Sauerland-Camino“: das Bergkloster in Bestwig
Stefan Didam – Schmallenberg, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Foto ganz oben: Krzysztof Golik, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons