Foto: Georg Hennecke
Text: Sabina Butz


Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung

Oberkirchen – ein Ort mit ungefähr 1.100 Einwohnern – liegt ca. acht Kilometer östlich von Schmallenberg, im Lennetal am Fuße des Rothaargebirges. Im Jahr 1275 wurde Oberkirchen erstmals urkundlich erwähnt. Das Adelsgeschlecht von Grascap dürfte jedoch bereits zuvor die Höfe in der Umgebung beherrscht haben.

Oberkirchen fehlt in kaum einer Darstellung über die mittelalterlichen Hexenprozesse: Im Jahr 1630 wurden dort die 9-jährige Christine Teipel, ihre gleichaltrige Freundin sowie 15 von ihnen beschuldigte Menschen der Hexerei für schuldig befunden und hingerichtet.

Doch Oberkirchen hat weit mehr zu bieten als Schauergeschichten, die damals ja nicht nur dort vorkamen: etwa einen historischen Schnadstein, ein Pfarrhaus und ein Küsterhaus von 1711, einen Kerker aus dem 18. Jahrhundert, wunderschöne Fachwerkhäuser, eine voll funktionsfähige Kornmühle von 1807, alte Gasthöfe und – last, but not least – die absolut besuchenswerte und beeindruckende Kirche St. Gertrudis.

Foto: Otter, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

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