Text: Christel Zidi
Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung

Auf dem Berg zwischen Rösenbeck und Madfeld lagen im Mittelalter einst zwei Burgen, von denen heute jedoch nur noch Ruinen der Ostburg erhalten sind. Die Westburg bestand im Wesentlichen aus einem runden Turm im Nordosten, an den sich im Südwesten ein unregelmäßiges Viereck von etwa 20 × 25 Metern anschloss. Diese Burg bestand vom 11. bis zum 14. Jahrhundert.

Die Ostburg besaß zwei runde Türme mit einem Durchmesser von zwölf und neun Metern. Die Anlage bestand etwa von 1100 bis 1250 und wurde vermutlich durch einen Brand zerstört. Die Ruinen der Westburg mussten Ende der sechziger Jahre einem Steinbruch weichen; die Ostburg konnte gerade noch rechtzeitig als Bodendenkmal gesichert werden.

Urkundlich erwähnt wird die Burg Altenfels im Jahr 1144 im Güterverzeichnis des Grafen Siegfried von Boyneburg, Vogt des Klosters Corvey. In diesem Verzeichnis wird auch ein Hof mit dem Namen Hanencrad aufgeführt, der einst zur Versorgung der Burg Altenfels diente und Teil eines größeren mittelalterlichen Siedlungsgefüges war.

Im 14. Jahrhundert taucht dieser Hof im Güterverzeichnis des Grafen von Arnsberg erneut auf. Auch in den Urkunden des Klosters Bredelar findet er sich wieder – als Tauschobjekt im Besitz der Ritter von Horhausen beziehungsweise der Ritter von Padberg. Im Jahr 1527 wurde der Hof schließlich wohl endgültig dem Kloster Bredelar übereignet. Danach verschwand seine Spur: In den Schatzungsregistern der Mitte des 16. Jahrhunderts wird er nicht mehr genannt.

Foto: Caveman-AS, CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Seiten: 1 2 3