Text: Sabina Butz
Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung
Sögtrop, heute ein Ortsteil der Stadt Schmallenberg, wurde erstmals 1225 in einer Urkunde als Adelssitz der Herren von Sögtrop (Söchtrop) erwähnt. Der Ortsname setzt sich aus dem regional gebräuchlichen „Sög“ für Sau und „Trop“ für Dorf zusammen. Die Herren von Sögtrop lebten auf einer kleinen Burg. Für das Jahr 1543 sind drei Schatzungspflichtige belegt, was vermutlich der Zahl der damaligen Höfe entspricht. Das Geschlecht starb 1694 aus; Nachfolger wurde die Familie von Rietesel. Später gelangte das Gut in bürgerlichen Besitz. Um 1900 waren nur noch Reste der Burg erhalten.
Im Dorf steht die St.-Blasius-Kapelle, die vermutlich als Hofkapelle zur Burg gehörte, da sie bereits im 13. und 14. Jahrhundert in Kirchenarchiven erwähnt wird. Für das 17. Jahrhundert liegen weitere Belege vor. Ursprünglich handelte es sich um einen Fachwerkbau, der 1818 aufgrund witterungsbedingter Schäden mit Blechplatten und Brettern verkleidet wurde. Diese inzwischen baufällige Kapelle wurde 1930 abgerissen und 1931 durch einen Neubau ersetzt.


