Text: Sabina Butz
Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung
Der Höhlenbär aus Sundern
Dieser KI‑generierte Höhlenbär (Ursus spelaeus), der ausschließlich in Europa nachgewiesen ist, starb vor etwa 40.000 Jahren, vermutlich klimabedingt, aus. Zuvor hatte er mehr als 400.000 Jahre lang mehrere Klimawechsel überstanden. Seine Körpermaße sind beeindruckend: Aufgerichtet erreichte er über drei Meter Höhe und war damit größer als ein heutiger Braunbär. Die Schulterhöhe lag bei rund 1,6 Metern, und mit einem Gewicht von bis zu einer Tonne war er ein durchaus respekteinflößendes Tier.
Erstaunlich ist, dass er sich überwiegend rein pflanzlich ernährte. Darauf weisen die breiten Backenzähne und der stark abgenutzte Zahnschmelz hin; beides ist typisch für den Verzehr von hartem Pflanzenmaterial wie Beeren, Wurzeln, Kräutern und Gräsern.
Die Höhlenbären nutzten Höhlen vor allem für ihren Winterschlaf als geschützten Rückzugsort in der kalten Jahreszeit. Da während dieser Zeit viele Tiere starben, finden sich in ihren Höhlen entsprechend zahlreiche Knochenreste.
Eine dieser Fundstätten ist die Illingheimer Höhle bei Sundern im Sauerland. Sie ist bislang auf 120 m Länge erforscht und 61 m tief. Die Höhle dient primär wissenschaftlichen Untersuchungen und ist daher nicht als Schauhöhle zugänglich. Entdeckt wurde sie 1851. Im 19. Jahrhundert verschüttete der Zugang, bevor er 2012 wiederentdeckt und erneut erforscht wurde.
Bereits 1851 fand man am tiefsten Punkt der Höhle Knochenbruchstücke und Zähne des Höhlenbären; 2015 kamen Rückenwirbel- und Oberschenkelknochen hinzu.
Wer mehr über Höhlenbären erfahren möchte, dem sei das Sauerland-Museum in Arnsberg empfohlen. Eine rekonstruierte Höhle mit einem rund 80.000 Jahre alten Höhlenbärenskelett vermittelt dort einen eindrucksvollen Eindruck vom Lebensumfeld dieser Tiere.
Und hier finden Sie Illingheim:

