Fotos: Georg Hennecke
Text: Sabina Butz

Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung

Kirchrarbach ist ein Ortsteil der Stadt Schmallenberg im Hochsauerlandkreis. Um die 300 Einwohner leben in dem Dörfchen, das ca. 17 km von Schmallenberg entfernt liegt.

Der Name Kirchrarbach setzt sich aus Kirche und dem Rarbach, einem Bach, der durch das Dorf fließt, zusammen. Mit der Kirche ist die St. Lambertus Kirche im Dorf gemeint. Woher der Rarbach seinen Namen hat, ist nicht eindeutig geklärt.  Die Vorsilbe „Rar“  könnte auf ein vom Bach verursachtes Geräusch verweisen. Andere Erklärungen führen das „Rar“ auf Personen-, Berufs- oder Persönlichkeitsmerkmale zurück.

In Kirchrarbach finden wir die römisch-katholische Pfarrkirche St. Lambertus, ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude, das laut einer Inschrift im Turm, 1257 an der Stelle einer ursprünglichen Kapelle aus dem 10. Jahrhundert errichtet wurde. Es handelte sich um einen einfachen. spätromanischen Gewölbebau. Turm und Chor stammen aus dem 14. Jahrhundert

Als selbstständige Pfarrei wird die Kirche 1368 erwähnt. Die Ausstattung der Kirche enthält drei Altäre aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, eine gotische Sitzfigur eines heiligen Bischofs (der Heiligen Lambertus?) aus dem 15. Jahrhunderts und eine Strahlenkranzmadonna aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Kirche in Kirchrarbach

Die Kirche gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen des Kirchenbaus im Sauerland. Sie steht unter dem Patronat des Heiligen Lambertus.

Lambertus, Bischof von Maastricht (um 635 – 705), starb als Märtyrer in Lüttich. Er gehörte im Mittelalter zu den am meisten verehrten Kirchenpersönlichkeiten. Sein Schutzpatronat galt Bauern, Chirurgen, Bandagisten, Zahnärzten, Holzschnitzern und er wurde angerufen bei Augenkrankheiten, Nierenleiden, Epilepsie und Krämpfen.

Glaubt man dem Volksmund, so hatte er auch fundierte Kenntnisse in der Landwirtschaft: „Lambert nimmt die Kartoffeln heraus, doch breite ihr Kraut auf dem Felde aus; der Boden will für seine Gaben doch ihr Gerippe wieder haben.“