Text: Christel Zidi
Beitrag mit ausschließlich faktenbasierter Darstellung
Der Anblick der Eversberger Burgruine fasziniert jeden, der bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang die A46 zwischen Meschede und Bestwig befährt. Am liebsten würde man anhalten, eine Parkbucht suchen und für ein paar Minuten innehalten, um diesen Ausblick zu genießen. Zur Weihnachtszeit, wenn über der Ruine der beleuchtete fünfzackige Stern prangt, stellt sich dazu schnell das Gefühl von „driving home for Christmas“ ein.
Jahrhundertelang thronte die mittelalterliche Höhenburg hoch über dem oberen Ruhrtal, mit einem imposanten Turm, der die Region bewachte. Ihre Lage auf 453 Metern Höhe war für diese Aufgabe ideal. Wie eindrucksvoll muss die Eversberger Burg in ihrer Blütezeit gewirkt haben – eine befestigte Höhenburg, umgeben von mehreren Ringmauern.
Die Burg wurde vermutlich zwischen 1093 und 1124 errichtet. Zwar ist es nicht eindeutig belegt, doch gilt es als wahrscheinlich, dass Graf Eberhard von Arnsberg der Erbauer war. Das Grafengeschlecht der Arnsberger gehörte zu den mächtigsten Adelsfamilien Westfalens und besaß weitläufige Ländereien. Die Eversberger Burg hatte die Aufgabe, den östlichen Teil der Grafschaft Arnsberg zu sichern und wichtige Handels- und Verbindungswege durch das obere Ruhrtal zu kontrollieren.
Foto oben: Wolfgang Poguntke, CC BY 3.0 via Wikimedia Commons

